Bausparen

Hallo liebe Blog-Leser,

heute gibt es mal wieder was für unsere Kategorie „Bänkisch“, genauer zum Thema Bausparen:

Foto Artikel Bausparen

Die Grundidee der Bausparkasse ist das kollektive Sparen. Dabei schließen sich die Sparer zusammen, um gemeinsam schneller und günstiger an das für den Bau oder den Kauf eines Hauses bzw. einer Wohnung benötigte Geld zu kommen.

Zur Veranschaulichung folgendes Beispiel:

10 künftige Bauherren mit je Ersparnissen von 10.000€ möchten für jeweils 100.000€ bauen. Jeder von Ihnen ist in der Lage jährlich 10.000€ zu sparen. Damit hätte jeder der 10 Bauherren nach 10 Jahren das benötigte Geld zusammen, um den Bau zu beginnen.

Schließen sich die 10 Bauherren aber zusammen und werfen ihre je 10.000€ symbolisch in einen Topf, so stehen bereits im ersten Jahr 100.000€ zur Verfügung. Das Geld bekommt dann der erste Bauherr, der weiterhin im Jahr 10.000 zurück zahlt. Die verbliebenen 9 Sparer sparen ebenfalls jährlich 10.000€, so dass nach einem weiteren Jahr wieder  100.000€ zur Verfügung stehen. Diese bekommt dann der 2. Bauherr und kann seinen Bau beginnen. Die durchnittliche Wartezeit verkürzt sich damit um 5,5 Jahre im Vergleich zu 10 Jahren wenn jeder für sich gespart hätte.

Grafik Bausparen 2

In der Realitätist ist das Zusammenspiel etwas komplexer, da es z.B. keine geschlossene Gruppe an Bauherren gibt.

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Kooperationspartner der Sparda-Bank Südwest eG, hat zum Beispiel rund 7 Millionen Kundinnen und Kunden. Um all diesen Kunden gerecht zu werden, werden unterschiedliche Tarife angeboten. Viele Kunden wissen zum Beispiel bei Abschluss des Vertrages noch gar nicht, ob sie überhaupt einmal bauen möchten und erst Recht nicht wann. Grundsätzlich kann man aber alle Tarife in 4 Phasen unterteilen.

  1. Abschlussphase

In der Abschlussphase erläutert der Kunde einem Berater seine Wünsche und Pläne und lässt sich bezüglich der einzelnen Tarife beraten. Besonderes Augenmerk wird bei der Entscheidung auf die Höhe der monatlichen Zahlungen, die der Kunde leisten möchte, die Guthabenverzinsung und den Darlehenszins gelegt. Auch der Zeitpunkt, zu dem das Geld voraussichtlich benötigt wird und der Gesamtbetrag zur Festlegung der Bausparsumme sind wichtig. Mit Abschluss des Vertrages sichert die Bausparkasse dem Kunden den Zinssatz während der Ansparphase und den Zinssatz während der Darlehensphase verbindlich zu. Dies bietet Zinssicherheit über die gesamte Laufzeit.

  1. Ansparphase

In dieser Phase zahlt der Bausparer monatlich Beträge in seinen Bausparvertrag ein. Hierbei ist er flexibel und kann die Sparleistungen verändern, aussetzten oder Einmalzahlungen vornehmen. Wechselt  zum Beispiel ein Azubi nach dem Ende der Ausbildung in ein Angestelltenverhältnis und möchte danach mehr sparen, so ist eine Erhöhung jederzeit möglich.

  1. Zuteilungsphase

In der Zuteilungsphase wartet der Bausparer auf die Zuteilung seines Sparguthabens und, wenn benötigt, des Darlehens aus dem Spartopf. Voraussetzung dafür ist, dass das Mindestsparguthaben im Bausparvertrag erreicht ist und weitere Kriterien für die Zuteilung, wie die Bewertungszahl, erfüllt sind. Das ist für die Bausparkasse wichtig, um zu verhindern, dass mehr Geld zugeteilt wird als im Spartopf zur Verfügung steht.

Wird ein Darlehen beantragt bekommt der Kunde es in dieser Phase zugeteilt. Hierzu folgendes Beispiel:

Vertragsdaten:

a)      Bausparsumme: 10.000€

b)      Mindestsparguthaben 50 %

Der Bausparer hat im Laufe der Zeit 5.000€ inklusive Zinsen eingezahlt und der Vertrag befindet sich in der Zuteilungsphase. Jetzt hat er die Möglichkeit sich nur die 5.000€ Guthaben auszahlen zu lassen oder er kann zusätzlich ein Darlehen in Höhe von 5.000€ beantragen. Dann bekommt er 10.000€ ausgezahlt.

  1. Darlehensphase

In der Darlehensphase wird das gewährte Darlehen zurückgezahlt. Die Bedingungen hierfür, wie z.B. die Höhe der Rate und der Zins, wurden ebenfalls bei Abschluss des Vertrages festgelegt.

Ich hoffe, ich konnte euch das Prinzip und den Ablauf des Bausparens näher bringen. Fragen zu dem Thema beantworten ich und das gesamte Redaktionsteam euch wie immer sehr gerne. Über Kommentare oder Anregungen freuen wir uns natürlich auch 🙂

Eure Katharina


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