Was wäre eine Bank ohne die Marktfolge Zahlungsverkehr?!?

 

So, Ihr lieben Leserinnen und Leser,

heute darf ich Euch eine Besonderheit vorstellen: Wie wir Euch bereits erklärt haben, befinden sich unsere internen Abteilungen im Teilmarkt Mainz-Bingen in Mainz-Hechtsheim – unsere Marktfolge Zahlungsverkehr hingegen befindet sich in der Filiale Rhabanusstraße.

 

 

Für Euch habe ich Herrn Müller – den Abteilungsleiter-Assistenten der Marktfolge Zahlungsverkehr -interviewt. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei Herrn Müller für seine Zeit und Mühe bedanken. ☺

 

Das Interview:

„Wie kamen Sie zur Sparda-Bank Südwest eG?“
„Ich bin am 01.06.1993 zur damaligen Sparda-Bank Mainz eG gewechselt und war dort 17 Jahre in der Marktfolge Aktiv tätig bis ich am 01.07.2010 in die Marktfolge Zahlungsverkehr gewechselt bin.“

„Welche Vorbildung haben Sie? Haben Sie auch eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht?“
„Ich habe die klassische Bankschiene durchlaufen, d.h. Ausbildung zum Bankkaufmann (bei der Dresdner Bank AG), Weiterbildung zum Bankfachwirt und Bankbetriebswirt (BC).“

„Fehlt Ihnen der Kundenkontakt in der internen Abteilung?“
„Lassen Sie uns Kundenkontakt präzisieren – wir sprechen heute ja von externen Kunden (also der Kunde im klassischen Sinn) und internen Kunden (also den Kollegen). Zu beiden „Kundenarten“ habe ich bzw. haben alle Mitarbeiter von Marktfolgeabteilungen mehr oder weniger häufig Kontakt. Mit unseren Kollegen haben wir sicherlich häufiger zu tun als mit dem externen Kunden. Aber auch hier kommt es immer wieder zum persönlichen oder aber häufiger zum telefonischen Kontakt. Insofern kann mir der Kundenkontakt nicht fehlen, da ich ihn ja habe.“

„Wie viele Mitarbeiter arbeiten in der Abteilung Zahlungsverkehr? Was genau macht die Marktfolge ZV?“
„Die Marktfolge Zahlungsverkehr besteht aus 30 Voll- und Teilzeitkräften. Der Zahlungsverkehr ist die Grundlage für alle Arten von Bankgeschäften. Wenn der Zahlungsverkehr nicht funktioniert, steht die Bank still, d.h. es werden keine Gehälter mehr gebucht, es können keine Kaufpreiszahlungen für Baufinanzierungen abgewickelt werden oder es können keine Gelder mehr angelegt werden. Zu allem braucht man den Zahlungsverkehr und sehr vieles betrifft den Zahlungsverkehr, zumindest indirekt.

Die Hauptaufgaben unserer Abteilung übernehmen unsere zwei Teams – das Team Zahlungsverkehr-Sachbearbeitung (ZVSB) und das Team Kartengeschäft/Gewinnsparen (KGGW):

  •  Das Team ZVSB bearbeitet den kompletten traditionellen Zahlungsverkehr, z.B. Inland- und Auslandszahlungsüberweisungen, Inlands-und Auslandsschecks sowie Lastschriften. Wenn Sie also beispielsweise Fragen zu einer Überweisung in die USA haben ist unser Team ZVSB für Sie der richtige Ansprechpartner. Eine Zahl möchte ich Ihnen noch zuwerfen – das Team ZVSB bearbeitet pro Jahr fast 3 Millionen beleghafte Überweisungen.
  • Das Team KGGW hat zwei Hauptaufgaben: zum Einen die Abwicklung des kartengestützten Zahlungsverkehrs, d.h. die Kolleginnen und Kollegen aus dem Team KGGW sind erster Ansprechpartner für Kunden und Kollegen zu Fragen/Problemen bei ihren Debit- und Kreditkarten, verantwortlich für die jährlichen Hauptausstattungen für fällige Debit- und Kreditkarten und Experten in der (leider ständig zunehmenden) Schadensbearbeitung durch Skimming, Phishing oder GAA-Manipulationen. Zusätzlich sind sie verantwortlich für die komplette Vereinsbuchhaltung nebst Jahresabschluss unseres Gewinnsparvereins der Sparda-Bank Südwest eG und führen die notariell begleiteten Auslosungen des Gewinnsparvereins durch.“

„Welche Arbeit macht Ihnen besonders viel Spaß?“
„Zum Einen macht es mir besonders viel Spaß, meinen Kolleginnen und Kollegen zu helfen, wenn Sie mit einem Problem (ihrem eigenen oder dem eines Kunden) auf mich zukommen. Dies sehe ich auch als eine der Hauptaufgaben einer Produktionsabteilung neben der Sicherstellung korrekt ablaufender, effizienter und schneller Prozesse.
Womit wir direkt zum nächsten Punkt kommen: Es macht mir Spaß, ständig die Prozesse zu optimieren und die Prozesse neuen Gegebenheiten und Vorgaben so anzupassen, dass wir weiterhin schnell und effizient unseren Job erledigen.
Auch die Gremienarbeit bereitet mir viel Freude, da ich hier unsere Sparda-Bank innerhalb der Sparda-Gruppe vertrete und mich für unsere Interessen stark machen kann.
Schlussendlich macht mir aber vor allem Arbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen innerhalb der Marktfolge Zahlungsverkehr sehr viel Freude, da ich gerne ein kollegiales und von gegenseitigem Vertrauen geprägtes Arbeitsverhältnis pflege.“

„Welche wichtigen Änderungen wird es in der nächsten Zeit im Bereich des Zahlungsverkehrs geben – zum Beispiel Umstellung auf IBAN und BIC?“
„In der Tat wird SEPA, nachdem wir dieses Jahr schon eine große Änderung im Kartengeschäft (nämlich der Wechsel zu unserem neuen Kreditkartendienstleister Atos Worldline) erfolgreich vollzogen haben, ab sofort und bis zum 01.02.2014 bzw. 01.02.2016 das beherrschende Thema im Zahlungsverkehr sein. Aber nicht nur im Zahlungsverkehr! SEPA wird die komplette Bankenwelt, wie wir sie heute kennen, verändern. Nichts wird mehr so sein wie früher, keine Kontonummer (egal ob Giro, PK, Spar, Baufi) bleibt gleich und vor allem auf unsere Kollegen im IT-Bereich kommt eine Mammutaufgabe zu.
Das Wichtige für Sie wird aber sein, dass Sie in der Kommunikation zu unseren Kunden, sofern Sie auf dieses Thema angesprochen werden, beruhigend einwirken. Unsere Kunden sind, was das Thema SEPA betrifft, in guten Händen. Wir werden zuerst Ihnen, den Kollegen an der Front und danach unseren Kunden alle wichtigen und notwendigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zukommen lassen. Hier eine kleine Anmerkung am Rande: bereits heute stehen IBAN und BIC auf der Rückseite unserer Debitkarten (BankCard eC und icard) sowie auf den Kontoauszügen.“


„Was genau verändert sich? Was müssen die Kunden und die Mitarbeiter der Bank beachten?“
„Wo fange ich an, wo höre ich auf? Sie werden, sofern Sie nicht bereits aus der Berufsschule oder dem internen Unterricht Informationen erhalten haben, rechtzeitig geschult. Vermutlich wird Ihnen ein webbasiertes Training angeboten, aus dem Sie alles Wichtige zum Thema SEPA entnehmen können. Den Zeitpunkt wann dies zur Verfügung stehen wird, kann ich Ihnen heute noch nicht sagen. Aber wir, d.h. das gruppenweite Sparda-Teilprojekt „Changemanagement & Kommunikation, bei dem ich ebenfalls die Sparda-Bank Südwest vertrete, stehen vor der finalen Entscheidung. Auch unsere Kunden werden, ich wiederhole mich, rechtzeitig und vollumfassend informiert.“

„Welche Vorteile haben die Änderungen für die Bank und für den Kunden?“
„Nun, SEPA ist von der EU gefordert und soll den Zahlungsverkehrsraum in Europa „harmonisieren“. Aber wie bei vielen Dingen, die die EU beschließt, sind die Vorteile für den deutschen Verbraucher „überschaubar“. Grundsätzlich kostet die Umsetzung von SEPA die gesamte Wirtschaft sehr viel Geld. Hätten wir also auch Firmenkunden, wären diese genauso wie die Banken finanziell betroffen und somit wäre vermutlich von Vorteilen nicht zu sprechen. Auch für unsere Privatkunden kann ich kurzfristig keine wirklichen Vorteile von SEPA erkennen. Aber dennoch werden wir die Brüsseler Vorgaben so kundenfreundlich und fair wie es geht für unsere Kunden umsetzen.“

 

Wie Ihr seht, ist die Marktfolge Zahlungsverkehr sehr bedeutend und umfangreich. Ich hoffe Euch hat mein kleiner Einblick in die Abteilung gefallen 😉 Ich freue mich auf Eure Fragen und Kommentare.

Eure Jelena

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